"Das einzige wofür ich zuständig bin, ist mein Duktus, meine
Peinture, meine Vorstellung von Farbe. Wie ich sie auftrage, mit welcher Heftigkeit, mit welcher Geschwindigkeit und mit welcher Farbwahl ich das betreibe...
Es handelt sich um meine tiefe Lust........zu malen."
Markus Lüpertz, Prof. Kunstakademie Düsseldorf
> Über Ihr Projekt "wieviel Wert ist die ZEITung von gestern in der ZEITgenössischen Kunst"
Robert Reschkowski Künstler, Kurator
"Ästhetische Anschläge" auf die Gegenwart und Kopfwäschen für Wirklichkeitsverleugner.Poetisches Aufmixen von Ereignisspuren und "Erlebnis-Würmern". Kurzum zeitgemäße "Welt-Bildnerei" mit Poetik und Spielfreude durchsetzt !
>>> vollständige Rezension
> Über ihre Arbeiten , Frank Hauptvogel
Dozent der Kunstakademie Dresden
...Spuren neugierig verfolgen und in Phantasien versinken...
Kreuz und quer, Kreise, Ellipsen, Schleifen ziehen Bahnen, Spuren durch das Kondenswasser auf einer Fensterscheibe - eine Mitteilung, eine fremde Formel, Wege auf einer Landkarte oder einem Spielfeld von Kinderhand gemacht.
In den Bildern Mona Schwenkers findet man diese Bahnen, ein filigranes Ornament, dann wieder Hieroglyphe. Feine Spuren, die Ziselierung im Metall und doch bleibt alles Spiel.
Linien umweben und durchdringen Körper, Gegenstände, entwickeln sich zur Konkretion aus einer sphärischen Welt , heraus aus pastellfarbenen und transparenten Hintergründen, weit ab der wirklichen Welt, da wo noch kein Gedanke sein kann aber die Sinne hell wach sind.
Abwesend, der wirklichen Welt entrückt, aber voller Phantasie, entstehen in Mona Schwenkers Bildern aus eben jenem Zustand Gedanken, werden Gegenstand, Figur.
Dieses in die Welt hinein Fühlen, der Prozess der Wahrnehmung, der Bildwerdung ist wesentlich, ist ein Weg in Mona Schwenkers Arbeiten.
Es wird alles sichtbar, was zur Bewusstwerdung führt.
In einem anderen Bild “Im Namen der Liebe” stehen, von der Malerin geschickt komponiert, Zeichen, Wegweiser unserer modernen Welt offensichtlich lesbar zunächst, doch wir werden in eine unbekannte Welt geführt, über Umwege bis hin zur Erkenntnis, dass wir doch nur intuitiv, uns wieder auf unseren Instinkt verlassend, zum Ziel gelangen können
Auch die menschliche Figur steht im Kontext der Entstehung aus dem Gefühl, wächst aus dem Spiel der Linie zur archaischen Darstellung, ähnlich der Auffassung ägyptischer Wandmalerei, ist symbolhaft, klar, kraftvoll, wie die Zeichnung aus einem medizinischen Lehrbuch und dann wieder voller Anmut in Haltung und Gestik.
Mona Schwenker charakterisiert nicht den einzelnen Menschen, sondern verstärkt die induktive Funktion durch die Umkehrung des Prozesses der Entstehung und führt somit das Körperliche zurück ins Geistige und Emotionale.